Doris Wimmer - SilberBLICK
   Geschichten über Menschen ab 50 und ein BLOG zur Vorbereitung auf die Rente

Meine Zehn Großväter, das Meer und ich von Fabio Genovesi

Das Buch wird zunächst aus der Sicht eines 6jährigen erzählt, Fabio wird noch 13 im Buch und wir lesen einige Geschichten über die italienische Großfamilie. Die Opas sind Onkel, alle kinderlos, da die Männer der Familie mit einem Fluch belegt wurden. Sind sie mit 40 noch nicht verheiratet, wird das nix. So streiten sie sich um die Zeit, die sie mit dem kleinen Fabio verbringen dürfen und der muss sich nach einem Plan richten. So lernt er viel, aber nichts was Kinder lernen. Er lernt fürs Leben. Eher Hühnerställe bauen, als Zahlenrätsel lösen, meint der eine Opa. Der andere gibt zum besten, dass wer viel liest, später unsympathisch wird. Der Dritte teilt lakonisch mit, dass keiner einem den eigenen Fisch wegnimmt. So geht das Leben da mit seinen skurrilen und verrückten Opas. Sein Vater schmeißt ihn ins Meer, damit er mit 8 schwimmen lernt. So kanns auch gehen. 

Martina mag er, die ist als Marienkäfer gekleidet, das Kostüm hat 7 Punkte, daher ist sie ein oder sein Glückskäfer. Sie hat Humor. Mag er. den Wochenmarkt mag er auch, da kauft er sich jede Woche ein Lehrbuch. Egal über was, er lernt dazu und liest es seinem Vater vor, der inzwischen im Koma liegt. 

Fabio möchte grundsätzlich Heiliger werden, dazu muss er arm bleiben. Die Regenwürmer, die er züchtet verschenkt er daher. Dann möchte er noch, dass sein Vater aus dem Koma erwacht. Ja und wenn Martina ihn noch mal küssen würde, wäre das auch ganz gut. 

Zauberhafter Familienroman, berührend, witzig und verwickelt. Gerne lesen.